Wertpapier

Wertpapier

Ein Wertpapier kann begrifflich bereits an der Zusammensetzung des Wortes, aus “Wert” und “Papier”, erklärt werden. Es handelt sich hierbei also um ein Papierstück, was für den Gläubiger einen bestimmten Wert, welcher im Papier selber näher definiert wird, ausstellt. Immer wird ein Wertpapier folgerichtig auch als Urkunde tituliert, wobei die Handhabung im geltenden Wertpapierhandelsgesetz geregelt ist. In der Kurzfassung bescheinigt diese Urkunde dem Gläubiger also seine Rechte gegenüber einem potentiellen Schuldner. Diese Rechte werden durch den Besitz und die Vorlage der Urkunde automatisch anerkannt. Im weiteren Sinne wird der Begriff aber natürlich auch an der Börse eingesetzt, wobei er hier zumeist keine Rechte gegenüber Schuldnern verbrieft, sondern eine Miteigentümerschaft an einem Unternehmen.

Der Begriff im heutigen Handelswesen

Ursprünglich wurde mit einem Verlust des Wertpapieres, also der Urkunde, auch ein Verlust der Rechte gegenüber dem Schuldner in Kauf genommen. Mittlerweile hat sich dieser Umstand, auch durch die weiter fortgeschrittene technische Handhabung am Handelsmarkt, jedoch verändert. Die traditionelle Sichtweite wurde über das Wertpapierhandelsgesetz ausgeweitet, ein Gesetz was nicht nur die genaue Handhabung von Wertpapieren genau erläutert, sondern auch die einzelnen Arten von Wertpapieren näher ausführt. Gemeinhin erteilt das Gesetz das Recht, dass ein Wertpapier auch dann noch als solches gilt, wenn keine klassische Urkunde in Form eines verbrieften Schriftstücks ausgestellt wird.

Die Arten eines modernen Wertpapiers

Mittlerweile existieren rund ein Dutzend verschiedener Wertpapiere, welche nach insgesamt vier elementaren Kategorisierungen unterteilt werden. Die Unterteilung nach geltendem Gesetz erfolgt nach Art des verbrieften Rechts, nach rechtlicher Übertragung, nach wirtschaftlicher Funktion und nach dem Ertrag. Diese benennen sich im Detail wie folgt:

nach Ertrag:
- Ertraglose Papiere, Zinspapiere, Dividendenpapiere

nach wirtschaftlicher Funktion:
- Geldwertpapiere, Warenwertpapiere, Effekten

nach rechtlicher Übertragung:
- Inhaberpapiere, Ordnerpapiere, Namens-/Rektapapiere

nach Art des verbrieften Rechts
- Mitgliedschaftliche Wertpapiere, Sachenrechtliche Wertpapiere, Schuldrechtliche Wertpapiere

Einige der genannten Arten können sich mitunter auch noch in weitere Unterkategorien unterteilen.

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