Stückaktien

Die Stückaktien, die hierzulande im Jahr 1998 erstmals eingeführt wurden, sind die am häufigsten auftretende Aktienform in Deutschland. Oft auch als Nicht-Nennwertaktie bezeichnet, stellt sie eine Form der Aktie dar, welche nennwertlos ist und einen bestimmten Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Nennwertlos ist diese Form der Aktie deshalb, weil deren Anteil am Grundkapital nicht als Geldbetrag ausgedrückt wird. Mit einer Stückaktie sind Sie zu einem gewissen Teil am Grundkapital des Unternehmens beteiligt. Diese Aktienform besitzt keinen aufgedruckten Nennwert, sondern nur einen “fiktiven Nennbetrag”. Dieser errechnet sich, indem das Grundkapital der Gesellschaft durch die Anzahl der ausgegebenen Aktie geteilt wird. Dies bedeutet wiederum, dass alle Stückaktien zusammengezählt dem gesamten Grundkapital der Aktiengesellschaft entsprechen.

Die Aktienurkunde lautet auf eine bestimmte Stückzahl von Aktien, wie etwa 10 oder 1.000 Stück Aktien. Der Mindestnennbetrag darf den Betrag von 1 Euro nicht unterschreiten. Sie können diese Aktie daran erkennen, dass sie stets die Abkürzung “o.N.” (ohne Nennwert) als Namenszusatz trägt. Am Gesamtkapital ist jede Stückaktie im gleichen Umfang beteiligt. Stückaktien können gemäß Aktiengesetz nicht gemeinsam mit Nennbetragsaktien ausgegeben werden. Der Umfang Ihrer Rechte als Aktionär ergibt sich aus dem Verhältnis der Stückzahl aller ausgegebenen Aktien zur Menge der von Ihnen gehaltenen Aktien.

Beispiel zur Berechnung des eigenen Anteils am Grundkapital:

Insgesamt hat die ABC AG 2.500.000 Stückaktien im Umlauf. Das Grundkapital beläuft sich auf 7 Mio. Euro.
Daraus ergibt sich ein rechnerischer Anteil pro Aktie von 2,80 Euro (7 Mio. Euro / 2.500.000 Aktien).
Unter der Annahme, dass Sie im Besitz von 10.000 Aktien wären, würde Ihr Anteil am Grundkapital 28.000 Euro betragen (2,80 * 10.000 Aktien). Prozentual ausgedrückt, sind Sie mit einem Anteil/Quote von 0,4% am Grundkapital beteiligt ((28.000 Euro * 100%) / 7 Mio. Euro).

Weil die Beteiligung der Aktie ebenfalls nicht entnommen werden kann, müssen Sie als Aktieninhaber die Satzung des Unternehmens einsehen. Im Gegensatz zur Stückaktie, wird der Anteil des Aktionärs bei Nennbetragsaktien in Nennbeträgen ausgedrückt.