Stop-Buy

Stop-Buy oder auch Start-Buy erklärt

Der Begriff Stop-Buy entspringt den Aktienmärkten und wird in Zusammenhang mit Handelsoptionen beziehungsweise Orderzusätzen gebraucht. Der Begriff selber ist nach Übersetzung ein wenig irreführend, weshalb sich über die Zeit auch die alternative Form, Start-Buy, an den Märkten durchgesetzt hat. Um den Begriff Stop-Buy beziehungsweise Start-Buy ausreichend zu erklären, muss erst einmal festgelegt werden, was die Begriffe Handelsoptionen und Orderzusätze bedeuten.

Der Orderzusatz beziehungsweise die Handelsoptionen bezeichnen Zustände beziehungsweise Gegebenheiten, die immer dann eintreten, wenn bestimmte Bedingungen von einem Wertpapier oder einem Markt erfüllt werden. Immer muss zwischen limitierten und unlimitierten Aufträgen bei den Handelsoptionen unterschieden werden. Unlimitierte Orderzusätze werden in Echtzeit, also sofort, ausgeführt, während limitierte Aufträge erst dann eingesetzt werden, wenn eine bestimmte Ober- oder Untergrenze von dem Zielprodukt erreicht wurde. Mögliche Handelsoptionen, die in Kombination mit Stop-Buy oder auch Start-Buy getätigt werden können, sind beispielsweise das Festlegen eines Limits, das Festlegen eines bestimmten Zeitpunkts zur Ausführung oder das Festlegen über die Splitt-Möglichkeit einer Order. Diese unterschiedet sich wiederum in immediate or cancel, all or nothing beiziehungsweise fill or kill.

Stop-Buy oder auch Start-Buy steht in direktem Zusammenhang mit diesen Handelsoptionen und Orderzusätzen. Der Stop-Buy wird in Form einer Kauforder ausgeführt, wenn das Wertpapier eine bestimmte Obergrenze, die eigenständig festgelegt werden kann, überschritten hat. Das Stop-Buy oder auch Start-Buy wird dann immer billigst ausgeführt, in der Regel auch bei einem Kurs, der über dem Stop-Kurs liegt. Der besondere Vorteil von Stop-Buy ist die Möglichkeit, dass ein Wertpapier so nicht ständig beobachtet werden muss. Anleger können so auf eine sich positiv entwickelnde Aktie noch “aufspringen”. Da beim Stop-Buy aber Wertpapiere gekauft werden, ist der Begriff allgemein ein wenig irreführend. Aus diesem Grund hat die ING-DiBa im Jahre 2010 erstmals den Ausdruck Start-Buy verwendet, welcher mittlerweile als gängiger Alternativbegriff gilt, auch wenn andere Banken weiterhin mit dem traditionellen Begriff Stop-Buy arbeiten.

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