Nennwert

Nennwert erklärt

Der Nennwert, weitergeleitet von der Bezeichnung Nominalwert, ist der Wert, welcher auf Münzen, Banknoten oder auf Wertpapieren angegeben ist. Dabei wird der Wert in Zahlen oder auch in Worten ausgedrückt. Auf den Wertschriften ist der Betrag fest angegeben, dabei können Mindest- und Höchstwerte festgehalten werden, welche gesetzlich unterschiedlich geregelt sind.

Der Nennwert einer Aktie gibt dem Inhaber beim Kauf von Aktien an, mit welchem Anteil dieser am nominellen Grundkapital des betreffenden Unternehmens beteiligt ist. Um den Nominalwert bei den Aktien zu bestimmen, wird der Total-Betrag des Grundkapitals durch die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Weder kann der Nominalwert einer Aktie aufgrund des Ausgabepreises oder fachspezifisch ausgedrückt basierend auf dem Emissionspreis, noch abgestützt auf den Kurswert bestimmt werden. Der Emissionspreis ist abhängig von Angebot und Nachfrage und ist dementsprechend laufenden wirtschaftlichen Schwankungen ausgesetzt. Der Kurswert basiert auf den Unternehmensabschlüssen, welche veränderlich sind und bei börsenkotierten Aktien täglich einen anderen Kurswert erreichen. Beide Werte sind nicht mit dem Nominalwert zu vergleichen. Es existieren ebenfalls sogenannte nennwertlose Aktien, welche keinen eigenen fixen Nominalwert beinhalten. Diese werden auch Quotenaktie oder Stückaktie bezeichnet, da die Anzahl der Aktien ins Verhältnis zum nominellen Wert des Grundkapitals gesetzt wird.

Bei Anleihen bezeichnet der Nennwert den entsprechenden Teilbetrag der Gesamtschuld. Der Betrag entspricht der Summe, welche vom Emittent der Anleihe bei Fälligkeit an den Inhaber des Wertpapieres zurückbezahlt werden muss. Ein eventueller Nominalzins ist ein vertraglich zugesicherter Zinssatz basierend auf dem Nominalwert der entsprechenden Schuldverschreibung. Der auf den gesetzlichen Zahlungsmitteln, Münzen und Noten aufgedruckte Wert entspricht ebenfalls dem Nominalwert, welcher als Gegenwert gilt.