Namensaktien

Namensaktien

Bei einer Namensaktie ist der Inhaber der Aktie im Register oder bei der Gesellschaft namentlich eingetragen. Nur so kann er seine Rechte geltend machen. Als Gegenteil wird die Inhaberaktie bezeichnet, welche durch Weitergabe der Urkunde übertragen werden kann. Eine Namensaktie bietet hier eine größere Sicherheit, stellt jedoch in Deutschland nur einen kleineren Teil der Aktien dar.

Die Vorteile und die Nachteile der Namensaktie

Namensaktien bietet eine gewisse Sicherheit, da die Inhaberschaft nicht nur auf dem bloßen Besitz der Urkunde beruht. Eine Übertragung ist ein formellen Akt. Hier liegen auch die Nachteile der Namensaktien. Bei einem Handel an der Börse werden Aktien schnell verkauft und gekauft. Formalitäten halten hierbei lange auf und erschweren einen Handel.

Die rechtlichen Grundlagen bei der Namensaktie

Nur wer in dem entsprechenden Register eingetragen ist, kann dem Unternehmen gegenüber als Aktionär in Erscheinung treten. Er kann so seine Stimmrechte ausüben oder sich Dividenden auszahlen lassen. Beteiligte Kreditinstitute übermitteln hierfür die erforderlichen Daten an die Aktiengesellschaft. Ein großes Problem war in der Vergangenheit, dass sich Personen hinter Treuhändern oder Kreditinstituten verstecken konnten. Mit den Namensaktien ist dies nun nicht mehr möglich.

Vinkulierte Namensaktien

Experten unterscheiden zwei verschiedene Formen der Namensaktie. Bei einer einfachen Namensaktie wird der Name, das Geburtsdatum, die Anschrift und die gekaufte Anzahl der Aktien eingetragen. Eine Übertragung auf eine andere Person ist ohne Weiteres möglich. Vinkulierte Namensaktien hingegen sind eine Sonderform dieser Aktien. Für einen Verkauf ist die Zustimmung des Unternehmens notwendig. Vinkulierte Namensaktien schränken die Verkehrsfähigkeit der Aktien noch weiter ein, die Aktiengesellschaft kann jedoch die Aktionäre besser auswählen.

Die Gründe für die Emission

Wenn eine Aktie noch nicht voll eingezahlt wurde, dann darf sie nur als Namensaktie ausgegeben werden. So kann das Unternehmen überprüfen, ob der Aktionär über eine entsprechende Bonität verfügt und die restliche Summe zahlen kann. Ein unkontrollierter Verkauf wird vermieden.