Gebühren

Gebühren, welche können bei Aktienkauf anfallen

Unabhängig davon, ob Sie mit Ihren Aktien Gewinne oder Verluste erwirtschaften, entstehen Ihnen mit den Wertpapieren bestimmte Kosten in Form von Gebühren. Die ersten Aktiengebühren werden von den Banken bereits beim Kauf erhoben. In aller Regel wird hierbei eine Provision verlangt, die sich prozentual am Kurswert der Aktie orientiert. Kaufen Sie Aktien für 10.000 Euro und liegt die Provision bei 1%, betragen die Gebühren 100 Euro. Bei einigen Banken besteht die Orderprovision aus einem Grundpreis (z.B. 5 Euro) und einem Anteil vom Ordervolumen (z.B. 0,25%). Viele Banken erheben zudem für Kleinaufträge bestimmte Mindestgebühren. Je nach Bank liegt ein Kleinauftrag bei 1.000, 2.000 oder 5.000 Euro. Die Höhe der Mindestgebühr beläuft sich oft zwischen 20 und 30 Euro. Hinzu kommen auch geringfügige Spesen für das Computer-Handelssystem Xetra oder für den Broker/Börsenmakler und eventuell noch börsenplatzabhängige Entgelte. Das börsenplatzabhängige Entgelt beträgt beim Handel über Frankfurt (Scoach) und Xetra 0,0015%, mindestens jedoch 1,50 Euro. Diese Aktiengebühren sind an den übrigen inländischen Börsen höher und belaufen sich auf 0,0025%, mindestens aber 2,50 Euro. Für Makler-Courtage bzw. für die variablen Börsenspesen werden in der Regel 0,08% vom Umsatzvolumen berechnet. Beim Erwerb von Namensaktien fallen ferner aufgrund der Umschreibung Aktiengebühren von 0,50 Euro zzgl. Mehrwertsteuer an. Für die Verwaltung des Depots können Depotgebühren verlangt werden. Allerdings sind die meisten Banken mittlerweile dazu übergegangen, diese Spesen nicht mehr zu erheben.

Neben diesen gängigen Gebühren können im Zusammenhang mit dem Aktienkauf und -besitz noch weitere Kosten anfallen. Häufig werden etwa Limitgebühren für den Fall erhoben, dass der Aktionär eine Preisobergrenze oder ein Stop-Loss-Limit setzt. Höhere Kosten können ferner bei Teilausführungen oder einer Auslandsorder anfallen. Um herauszufinden, welche Gebühren die Bank erhebt und in welcher Höhe, sollten Sie vor der Aktienorder einen Blick in das Preisverzeichnis werfen. Beachten Sie, dass die Aktiengebühren bei Direktbanken teils deutlich günstiger ausfallen. Nehmen Sie hierzu am besten einen Vergleich zwischen mehreren Banken vor.