Aktienchart

Der Aktienchart – richtig lesen und verstehen

Waren Buffet, Peter Lynch, John Paulson – drei Namen, die unter Börsenfans bestens bekannt sind, denn alle drei haben eines geschafft und werden heute zurecht als “Börsenorakel” bezeichnet: Alle drei haben aus einem verschwindend geringen Startkapital Milliarden an der Börse verdient. Werden die Drei nach ihrer Vorgehensweise befragt, geben sich zwar alle bescheiden, halten dennoch einstimmig eine Eigenschaft für so wichtig wie keine andere: Aktiencharts verstehen und richtig lesen können.

Was ist der Aktienchart?

Eine Aktie ist kurz gesagt eine Art Anteilsschein an einem Unternehmen, das ständigen Wertschwankungen ausgesetzt ist. Am Tag X hat die Aktie einer Firma einen anderen Wert wie am darauffolgenden Tag Y. Gründe hierfür können neu vorgestellte Produkte, gute bzw. schlechte Unternehmenszahlen oder schlichtweg die Gesamtstimmung am Markt sein. Um diese Kursschwankungen übersichtlich darzustellen, werden sie in einen Chart veranschaulicht. In der Regel werden die Schlusskurse der einzelnen Börsentage eingetragen und miteinander verbunden. Dadurch lässt sich einfach erkennen, ob sich eine Aktie im Abwärts- bzw. Aufwärtstrend befindet.

Den Aktienchart richtig lesen

Anhand des Aktiencharts lässt sich mit wenigen Blicken der Trend des Wertpapiers erkennen. Mithilfe sogenannter markanter Hochs und Tiefs, hierbei handelt es sich um Spitzen im Aktienchart, lassen sich beispielsweise Trendlinien ermitteln. Der daraus entstehende Trendkanal gibt Aufschluss über den wahrscheinlichen, zukünftigen Verlauf eines Wertpapierkurses, da sich Aktien in der Regel innerhalb eines solchen Trendkanals bewegen. Ein weiterer wichtiger Indikator beim Lesen eines Aktiencharts ist das Ordervolumen. Dies gibt an, wie viele Wertpapiere am entsprechenden Tag insgesamt gehandelt wurden. Wird ein Kursanstieg bzw. Kursabfall durch steigendes Ordervolumen begleitet, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um einen stabilen und korrekten Anstieg bzw. Abfall des Wertpapiers handelt.

Neben der einfachen Analyse eines Aktienchart bietet die Charttechnik auch zahlreiche Indikatoren und Oszillatoren, die Kauf- oder Verkaufssignale liefern und Aufschluss über einen möglichen Trendwechsel geben. Hierbei handelt es sich jedoch um komplexe Instrumente, basieren auf mathematischen Formeln, die ohne korrekte Schulung nicht zielorientiert angewandt werden können.